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„Drei Nägel unter den Trümmern der Kathedrale von Coventry, die deutsche Bomben zerstörten. Einer fand sie und fügte mit ihnen das Kreuz, das NAGELKREUZ, das zum Zeichen wurde für Versöhnung und Frieden.“ So steht es zu lesen auf der Rückseite des Faltblattes mit der Gebetsordnung von Coventry, wie wir es in unserer Gemeinde beten. Es war nicht ganz leicht, das genaue Datum der Nagelkreuzverleihung zu ermitteln und so begehen wir dieses Ereignis, das in den letzten Oktobertagen 1986 stattgefunden haben muss, am Sonntag, den 6. November 2011 und beginnen mit dem Gottesdienst um 9.30 Uhr in der Kreuzkirche. Ein Datum, auf dem gleichzeitig und passender weise der Beginn der Friedensdekade liegt. Seit 25 Jahren beten wir in der Kreuzkirche die Litanei von Coventry. Und das „Vater vergib“ ist eine zentrale Bitte dieser kurzen Andacht jeden Freitagmittag um 12 Uhr. Angesichts mancher Greuel und Verbrechen, die immer noch und immer wieder geschehen, scheint es unverhältnismäßig. Und doch gibt es wohl keinen anderen Weg zu Versöhnung und Frieden. Das Datum des 11. September hat Spuren hinterlassen. Nicht nur in Amerika. In einem Spielfilm von Wim Wenders („Land of Plenty“) kommt es in einem Dialog zwischen Paul und seiner Nichte Lorna zu folgender Aussage. Paul: “Aber über 3000 Zivilisten mussten sterben. Das waren alles nur unschuldige, unbeteiligte Menschen!“ Lorna: „Ja. Und… und deren Stimme will ich hören, sonst nichts. Sie wollen bestimmt nicht, dass noch mehr Menschen in ihrem Namen getötet werden. Ja, das glaub ich!“ Darin müssen wir uns immer wieder bestärken und deshalb ist es gut, dass wir dieses Datum 25 Jahre Nagelkreuz feierlich begehen und auch konkret werden. Deshalb sind Sie im Anschluss an den Gottesdienst zu einem kleinen Imbiss in den Mauersberger-Saal im Haus An der Kreuzkirche eingeladen, der den Zeitraum bis zu folgender Veranstaltung überbrückt: Nach dem Krieg in Ruanda- vergeben und versöhnen? Gespräch mit Eric Habiryayo aus Ruanda, der als Kriegsopfer Wege der Versöhnung sucht Sonntag, dem 06.11.2011, 13.00 Uhr Im Haus an der Kreuzkirche Eric Habiryayo war 1994 acht Jahre alt, als der schreckliche Krieg zwischen Tutsis und Hutus das Land verwüstete und Schrecken und Tod unter der Bevölkerung brachte. Er verlor dabei bis auf eine Schwester alle Familienmitglieder. Rache zu nehmen wäre naheliegend gewesen. Aber als Christ suchte und sucht Eric mit seinen Freunden Wege der Versöhnung. Darüber, wie schwer das ist, aber auch welche guten Erfahrungen gemacht werden, wird der zum jetzigen Zeitpunkt in Leipzig studierende Afrikaner erzählen. Diese Veranstaltung steht am Beginn der diesjährigen Friedensdekade mit dem Thema: Gier Macht Krieg. (Veranstalter: Kreuzkirchgemeinde , ÖIZ) Wir freuen uns darauf, Sie an diesem Tag begrüßen zu dürfen und mit Ihnen gemeinsam einer Zeitspanne zu gedenken, in der sich vieles ereignet hat. Auch auf friedliche Weise! Claudia Karg
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