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Internationale Begegnung Coventry PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Britta Däumer   

In der Zeit vom 4.-10.August fand in Coventry eine Internationale Begegnung für Junge Erwachsene der Nagelkreuzgemeinschaft statt. An der Konferenz nahmen 12 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 4Ländern (Deutschland, Irland, England und Japan) teil. Von den deutschen Zentren waren Meschede, Dresden, Kiel und Nordhelle vertreten, sowie eine Teilnehmerin aus Bremen.

Die Woche war vollgepackt mit einem abwechslungsreichen Programm, interessanten Leuten und spannenden Projekten.
Der Anfang der Tagung war bestimmt durch das gegenseitige Kennenlernen, das Kennenlernen der Kathedrale und ihrer Geschichte sowie der Arbeit des ICR und der Nagelkreuzgemeinschaft weltweit. Hier gab es einen umfassenden Überblick durch Martin Hayward und Simon Monaghan.

Anschließend sollten verschiedene ausgewählte Projekte, Kooperationspartner und Besonderheiten der Stadt kennengelernt werden. Hier einzelne Beispiele:
In der Herbert Art Gallerie haben wir anhand eines Rollenspiels versucht, uns in die Situation von Flüchtlingen bzw. Aufnahmeländer hineinzuversetzen. Schnell wurde deutlich, dass Bedürfnisse, Forderungen und Erwartungen sehr unterschiedlich sein können und trotzdem sich alle Gruppen im Recht sehen. Wie schnell es hier zu Konflikten kommen kann, überraschte.
Im Gespräch mit der West Midland Police erfuhren wir von der Zusammenarbeit mit der Kathedrale im Bezug auf Deeskalationsarbeit und der Arbeit mit Schulen. Neben diesen Inhalten erregten die Gemüter jedoch eine Diskussion über den Schusswaffengebrauch der Polizisten bei Terrorverdacht.
Der Besuch eines Sikhtempels war eine ganz neue Erfahrung für die meisten Teilnehmer. Die Sikh-Religion ist eine Religion, die auf den Guru Nanak zurückgeht. Die im Punjab (Nord-Indien) begründete Religion zählt zu den jüngsten monotheistischen Weltreligionen. Es existieren verschiedene formale Vorgaben z.B. bezüglich Kleidung, Namensgebung und Auftreten. Die Sikh-Religion orientiert sich nicht an der Einhaltung religiöser Dogmen, sondern hat das Ziel, religiöse Weisheit für den Alltag nutzbar zu machen. Guru Nanak sowie seine neun nachfolgenden Gurus (religiöse Vorbilder) unterstreichen in ihren Einsichten, die schriftlich in dem Werk Guru Granth Sahib überliefert sind. Dieses Buch wird nun wie ein Guru verehrt. Die Teilnehmer führten lange Gespräche über die Religion, sahen das Innere des Tempels, hörten über die interreligiöse Zusammenarbeit in der Stadt und erlebten große Gastfreundschaft. Als Ergänzung hierzu fand später noch ein Gespräch mit Muslimen statt.

In der Coventry University informierten wir uns über den in Kooperation mit der Kathedrale gegründeten Studiengang „Peace and Reconciliation“

Von Mitarbeitern des ICR bzw der Diozöse wurden wir informiert über die „Fair Trade Arbeit“, der NGO-Organisation Cord die besonders im afrikanischen Raum „Hilfe zur Selbsthilfe“ bietet, Schwester Ruth erzählte von ihren Erfahrungen in Nigeria.
In einem Arbeitseinsatz entrümpelten und säuberten wir eine alte Kapelle in der Ruine und machten sie wieder Gottesdiensttauglich.

Mit einer Mitarbeiterin der Triangle Theatre Company versuchten wir, dem Begriff „Versöhnung“ meditativ, kreativ und künstlerisch zu begegnen. Gemeinsam erlebten wir Stratford upon Avon und beendeten die Begegnung mit dem Gottesdienst am Sonntag. Für alle war es ein vollgepacktes aber spannendes Programm, das neue Eindrücke und Erfahrungen brachte und die Teilnehmer nicht vergessen werden.

Britta Däumer, August 2008

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 27. August 2008 um 20:15 Uhr
 

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Die aktualisierte Infobroschüre der Nagelkreuzgemeinschaft steht jetzt HIER zum Download bereit (Stand 11/2009)

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