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IBB stellt belarussisches Projekt „Altern in Würde“ vor |
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Geschrieben von: Administrator
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Presseinformation des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund
Besuch bei der Nagelkreuzgemeinschaft: IBB stellt sein belarussisches Projekt „Altern in Würde“ vor
Meinerzhagen/Dortmund. 11. Juni 2008. Über die Versöhnungsarbeit in Belarus und die Planung für die internationale Konferenz „Brücken einer Erinnerungskultur“ in Dortmund am 30. August berichtete Peter Junge-Wentrup, Geschäftsführer der IBB GmbH, am Montag, 9. Juni, vor der Nagelkreuzgemeinschaft im Sauerland. Das Nagelkreuzzentrum Nordhelle in Meinerzhagen hatte in Kooperation mit dem Evangelischen Kirchenkreis Lüdenscheid-Plettenberg zu diesem Vortragsabend eingeladen, der mit einem Versöhnungsgottesdienst begann.
Peter Junge-Wentrup stellte die Arbeit des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks Dortmund vor, das seit 1994 die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ in Minsk gemeinsam mit belarussischen Partnern betreibt. Peter Junge-Wentrup berichtete insbesondere über die Arbeit der Geschichtswerkstatt Minsk. Sie hat sich mit ihrem aktuellen Projekt „Altern in Würde“ große Resonanz bei den Betroffenen und große Wertschätzung in Belarus verdient. Die Geschichtswerkstatt am Rande des jüdischen Friedhofs in Minsk – bei ihrer Gründung vor fünf Jahren ursprünglich als ein Treffpunkt für Historiker, Zeitzeugen und Geschichts-Interessierte eingerichtet – hat sich seit einem Jahr zum Altenbegegnungszentrum und zum Zentrum der häuslichen Pflege entwickelt. Zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen organisieren qualifizierte Pflege, die über konfessionelle Grenzen hinweg von Mitarbeitern der jüdischen Wohlfahrtsorganisation „Hessed Rachamim“ und der Russisch-Orthodoxen Gemeinschaft „Trauer aller Freunde“ geleistet wird. Darüber hinaus organisieren sie einen Besuchsdienst für zurzeit 75 Zeitzeugen, die von ehrenamtlichen Kräften in ihren Wohnungen besucht und mit Lebensmittel-Paketen sowie einem Monatsbrief versorgt werden. Für diesen beliebten Besuchsdienst stehen regelmäßig rund 25 Studentinnen der Sozialarbeit und Kadetten und Offiziersanwärter bereit.
Die Nagelkreuzgemeinschaft bemüht sich in einem seit 1947 in Deutschland wachsenden Netzwerk um die Versöhnung in der weltweiten Christenheit. Ihren Ursprung hat sie im englischen Coventry, wo 1940 die Kathedrale durch einen Bombenangriff der Deutschen bis auf die Grundmauern nieder brannte. Aus Zimmermannsnägeln, die das Deckengewölbe der alten Kathedrale zusammengehalten hatten, wurde das Nagelkreuz gebildet. Es steht als Symbol für den Geist der Vergebung und des Neuanfangs. In Deutschland gibt es zurzeit 50 Nagelkreuzzentren, die sich um Verständnis, Versöhnung und Frieden bemühen.
Die IBB „Johannes Rau“ Minsk ist ein Partner der Nagelkreuzgemeinschaft Deutschland und wird auch in diesem Jahr mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt.
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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. Juni 2008 um 20:52 Uhr |