Home News Konferenz osteuropäischer Zentren in Modra 25. - 30. Juni 2009

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Konferenz osteuropäischer Zentren in Modra 25. - 30. Juni 2009 Drucken

Modra und die Konferenz der Osteuropäischen Nagelkreuzzentren! 25. - 30. Juni 2009

Der Tagungsort: die Stadt mit ihrer slowakisch- deutschen Geschichte, die durch ihre zwei, direkt nebeneinander stehenden, evangelischen Kirchen ihrer Vergangenheit nicht entkommen kann, war ein mahnender wie auch hoffnungsvoller Ort für diese Konferenz. 

Durch die Berichte von Pfarrer Cop und den Gottesdienst in der deutschen ev. Kirche wurde uns sichtbar „gemacht“, wie tief diese Wunden trotz aller Bemühungen noch vorhanden sind und zeigte somit auch ein weiteres Mal, wie langatmig Friedens- und Versöhnungsarbeit gegen unseren heutigen Zeitgeist der Schnelllebigkeit und Projektphantasien angelegt ist.

Was geschah: wir, die Teilnehmer, durften viel hören von jedem einzelnen Nagelkreuzzentrum zwischen Prag und Tiflis; wir durften fast zum Anfassen nah erleben, wie unterschiedlich und einmalig die einzelnen Zentren ganz individuell auf ihr Land die Region und die Menschen, mit denen sie arbeiten, diese Arbeit abgestimmt und durchgeführt wird. Das Spektrum zwischen klassischen Konzerten in einer Kirche, über Workshops bis hin zu Suppenküchen für Obdachlose konnte fast nicht größer sein. Eindringlich wurde mir wieder einmal klar, dass diese Arbeit ganz sehr von den Menschen, die sie durchführen, begleiten und leiten geprägt und ganz individuell gestaltet wird. Dabei ergab sich jedoch durch alle Zentren ein sogenannter roter Faden- das Freitagsgebet und der Glaube an Frieden unter den Menschen und die damit einhergehende Versöhnung.
Ganz anders als während der ersten Konferenz 2007 wurde deutlich, dass die osteuropäischen Zentren ein lebendiges Netzwerk darstellen. Es wurden gemeinsame Veranstaltungen vorgeplant, wie z.B. eine Roma- Freizeit für armenische und rumänische Kinder, es wurde der Beschluss gefasst, eine gemeinsame Internetplattform für die Osteuropäischen Zentren aufzubauen. 2009 hörten die Osteuropäischen Zentren nicht mehr so viel zu, was aus Deutschland und England an Informationen kam- aus den Zuhörern wurden mitgestaltende Partner. Dies zeigte sich zum Schluss auch darin, dass neben Hartmut Ebmeier nun auch Pfarrer … nach Coventry zur nächsten Leitungssitzung als gewählter Vertreter der Osteuropäischen Zentren reisen wird. Klar und deutlich wurde jedoch auch, dass die Osteuropäischen Zentren mittelfristig auf Partner aus Westeuropa angewiesen sind, um ihre Arbeit weiterführen zu können. Dies stellt für beide Seiten eine große Herausforderung und Verantwortung dar.

Persönlich bin ich sehr dankbar, den weiten Weg aus Rumänien nach Modra gereist zu sein und dass ich Menschen treffen durfte, die gemeinsam die Friedens- und Versöhnungsarbeit in ihren Herzen tragen. Mit vielen neuen Gedanken, schönen Erfahrungen und tiefen Gefühlen, dies erlebt haben zu dürfen, fuhr ich danach wieder zurück in das kleine siebenbürgische Dorf Dacia in mitten Rumäniens.

Frank Roth CCN Dacia / Rumänien


 

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